Schulers Books Online

books - games - software - wallpaper - everything

Bride.Ru

Books Menu

Home
Author Catalog
Title Catalog
Sectioned Catalog

 

- Helden - 18/18 -


Sergius: Nein.

Bluntschli: Ich habe so viel; ferner neuntausendsechshundert Betttücher und Bettdecken, mit zweitausendvierhundert Eiderdaunenkissen. Ich habe zehntausend Messer und Gabeln und die gleiche Anzahl Dessertlöffel. Ich habe sechshundert Diener, sechs palastartige Gebäude, außerdem zwei Mietstallungen, ein Gartenrestaurant und ein Wohnhaus. Ich habe vier Medaillen für hervorragende Dienste, ich habe den Rang eines Offiziers, und den Stand eines Gentleman, und drei Muttersprachen. Zeigen Sie mir irgend einen Mann in Bulgarien, der so viel bieten kann.

Petkoff [mit kindischer Scheu]: Sind Sie am Ende gar der Kaiser der Schweiz?

Bluntschli: Mein Rang ist der höchste, den man in der Schweiz anerkennt: ich bin ein freier Bürger.

Katharina: Wenn dem so ist, Kapitän Bluntschli, so will ich, da meine Tochter Sie auserkoren hat, Ihrem Glück nicht im Wege stehen. [Petkoff will sprechen.] Major Petkoff teilt dieses Gefühl.

Petkoff: Oh, ich werde mich glücklich schätzen... Zweihundert Pferde--Donnerwetter!

Sergius [zu Raina gewendet]: Und was sagen Sie?

Raina [tut, ab ob sie schmollte]: Ich sage, daß er seine Tischwäsche und seine Omnibusse behalten kann. Ich lasse mich nicht an den Meistbietenden verkaufen.

Bluntschli: Diese Antwort nehme ich nicht an. Ich wandte mich an Sie als Flüchtling, als Bettler, als Verhungernder! Sie haben mich aufgenommen und mir Ihre Hand zum Kusse, Ihr Bett für meine müden Glieder und Ihr Dach zu meinem Schutze angeboten.

Raina [unterbricht ihn]: Dem Kaiser der Schweiz hab' ich das alles nicht geboten!

Bluntschli: Das ist es ja gerade, was ich sage! [Er ergreift ihre Hand rasch und sieht ihr fest in die Augen, während er, seiner Macht vertrauend, hinzufügt:] Bitte, sagen Sie uns nun, wem Sie dies alles gaben?

Raina [ergibt sich mit scheuem Lächeln]: Meinem Pralinésoldaten.

Bluntschli [mit knabenhaft entzücktem Lachen]: Das genügt mir, ich danke Ihnen! [Er sieht auf seine Uhr und wird plötzlich Berufssoldat.] Die Zeit ist um, ich muß nun fort, Major! Sie haben die Regimenter so trefflich dirigiert, daß Sie überzeugt sein können, man wird Sie ausersehen, um einige Infanterieregimenter der Timoklinien loszuwerden. Senden Sie die Leute auf dem Weg von Lom-Palanka heim; Saranoff, verheiraten Sie sich nicht, bevor ich zurückkomme; ich werde pünktlich Dienstag in vierzehn Tagen um fünf Uhr abends hier sein!--Meine verehrten Damen, ich wünsche einen guten Abend! [Er macht ihnen eins militärische Verbeugung und geht ab.]

Sergius: Was für ein Mann! was für ein Mann!

Vorhang


Helden - 18/18

Previous Page

  1   10   13   14   15   16   17   18 

Schulers Books Home



 Games Menu

Home
Balls
Battleship
Buzzy
Dice Poker
Memory
Mine
Peg
Poker
Tetris
Tic Tac Toe

Google
 
Web schulers.com
 

Schulers Books Online

books - games - software - wallpaper - everything