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- Wissenshaft der Logik V2 - 20/60 -


so hat das Subjekt, das, wie vorhin bemerkt worden, die an- und fürsichseyende Allgemeinheit _als vorausgesetzt_ enthält, dieselbe nun auch als _gesetzte_ an ihm. _Alle Menschen_ drückt _erstlich_ die _Gattung_ Mensch aus, _zweitens_ diese Gattung in ihrer Vereinzelung, aber so, daß die Einzelnen zugleich zur Allgemeinheit der Gattung erweitert sind; umgekehrt ist die Allgemeinheit durch diese Verknüpfung mit der Einzelnheit ebenso vollkommen bestimmt, als die Einzelnheit; hierdurch ist die _gesetzte_ Allgemeinheit _der vorausgesetzten gleich_ geworden.

Eigentlich aber ist nicht auf das _Vorausgesetzte_ zum Voraus Rücksicht zu nehmen, sondern das Resultat an der Formbestimmung für sich zu betrachten.--Die Einzelnheit, indem sie sich zur Allheit erweitert hat, ist _gesetzt_ als Negativität, welche identische Beziehung auf sich ist. Sie ist damit nicht jene erste Einzelnheit geblieben, wie z.B. die eines Cajus, sondern ist die mit der Allgemeinheit identische Bestimmung, oder das absolute Bestimmtseyn des Allgemeinen.--Jene _erste_ Einzelnheit des singularen Urtheils war nicht die _unmittelbare_ des positiven Urtheils des Daseyns überhaupt entstanden; sie war schon bestimmt, die _negative Identität_ der Bestimmungen jenes Urtheils zu seyn. Dieß ist die wahrhafte Voraussetzung im Reflexions-Urtheil; gegen das an diesem sich verlaufende Setzen war jene _erste_ Bestimmtheit der Einzelnheit das _Ansich_ derselben; was sie somit _ansich_ ist, ist nun durch die Bewegung des Reflexions-Urtheils _gesetzt_, nämlich die Einzelnheit als identische Beziehung des Bestimmten auf sich selbst. Dadurch ist jene _Reflexion_, welche die Einzelnheit zur Allheit erweitert, eine ihr nicht äußerliche; sondern es wird dadurch nur _für sich_, was sie schon _an sich_ ist.--Das Resultat ist somit in Wahrheit die _objektive Allgemeinheit_. Das Subjekt hat insofern die Formbestimmung des Reflexions-Urtheils, welche vom _Diesen_ durch _Einiges_ zur _Allheit_ hindurchging abgestreift; statt _Alle Menschen_ ist nunmehr zu sagen: _der Mensch_.

Die Allgemeinheit, welche hierdurch entstanden ist, ist _die Gattung_; die Allgemeinheit, welche an ihr selbst Konkretes ist. Die Gattung _inhärirt_ dem Subjekte nicht, oder ist nicht eine _einzelne_ Eigenschaft, überhaupt nicht eine Eigenschaft desselben; sie enthält alle vereinzelnte Bestimmtheit in ihrer substantiellen Gediegenheit aufgelöst.--Sie ist darum, weil sie als diese negative Identität mit sich gesetzt ist, wesentlich Subjekt; aber ist ihrem Prädikate nicht mehr _subsumirt_. Hiermit verändert sich nun überhaupt die Natur des Reflexions-Urtheils.

Dasselbe war wesentlich Urtheil der _Subsumtion_. Das Prädikat war als das _ansichseyende_ Allgemeiner gegen sein Subjekt bestimmt; seinem Inhalte nach konnte es als wesentliche Verhältnißbestimmung oder auch als Merkmal genommen werden;--eine Bestimmung, nach welcher das Subjekt nur eine wesentliche _Erscheinung_ ist. Aber zur _objektiven Allgemeinheit_ bestimmt, hört es auf, unter solche Verhältnißbestimmung, oder zusammenfassende Reflexion subsumirt zu seyn; solches Prädikat ist gegen dies Allgemeinheit vielmehr ein Besonderes. Das Verhältniß von Subjekt und Prädikat hat sich somit umgekehrt, und das Urtheil sich insofern zunächst aufgehoben.

Diese Aufhebung des Urtheils fällt mit dem zusammen, was die _Bestimmung der Kopula_ wird, die wir noch zu betrachten haben; die Aufhebung der Urtheilsbestimmungen und ihr Übergang in die Kopula ist dasselbe.--Insofern nämlich das Subjekt sich in die Allgemeinheit erhoben hat, ist es in dieser Bestimmung dem Prädikate gleich geworden, welches als die reflektirte Allgemeinheit auch die Besonderheit in sich begreift; Subjekt und Prädikat sind daher identisch, d. i. sie sind in die Kopula zusammengegangen. Diese Identität ist die Gattung, oder an und für sich seyende Natur eines Dings. Insofern dieselbe also sich wieder in ein Urtheil dirimirt, ist es die _innere Natur_, wodurch sich Subjekt und Prädikat auf einander beziehen:--eine Beziehung der _Nothwendigkeit_, worin jene Urtheilsbestimmungen nur unwesentliche Unterschiede sind. _Was allen Einzelnen einer Gattung zukommt, kommt durch ihre Natur der Gattung zu_,--ist eine unmittelbare Konsequenz, und der Ausdruck dessen, was sich vorhin ergab, daß das Subjekt z.B. _alle Menschen_, seine Formbestimmung abstreift, und _der Mensch_ dafür zu sagen ist. --Dieser an und für sich seyende Zusammenhang macht die Grundlage eines neuen Urtheils aus;--_des Urtheils der Nothwendigkeit_.

C. Das Urtheil der Nowthwendigkeit.

Die Bestimmung, zu der sich die Allgemeinheit fortgebildet hat, ist, wie sich ergeben, die _an- und fürsichseyende_ oder _objektive Allgemeinheit_, der in der Sphäre des Wesens die _Substantialität_ entspricht. Sie unterscheidet sich von dieser dadurch, daß sie dem _Begriffe_ angehört, und dadurch nicht nur die _innere_, sondern auch die _gesetzte_ Nothwendigkeit ihrer Bestimmungen, oder daß _der Unterschied_ ihr immanent ist, wogegen die Substanz den ihrigen nur in ihren Accidenzen, nicht aber als Princip in sich selbst hat.

Im Urtheil ist nun diese objektive Allgemeinheit _gesetzt_; somit _erstlich_ mit dieser ihrer wesentlichen Bestimmtheit, als ihr immanent, zweitens als von ihr als _Besonderheit_ verschieden, von der jene Allgemeinheit die substantielle Grundlage ausmacht. Sie ist auf diese Weise als _Gattung_ und _Art_ bestimmte.

a. Das kategorische Urtheil.

Die _Gattung theilt_ sich, oder stößt sich wesentlich in _Arten_ ab; sie ist Gattung, nur insofern sie Arten unter sich begreift; die Art ist Art nur, insofern sie einer Seits in Einzelnen existirt, anderer Seits in der Gattung eine höhere Allgemeinheit ist.--Das _kategorische Urtheil_ hat nun eine solche Allgemeinheit zum Prädikate, an dem das Subjekt seine _immanente_ Natur hat. Es ist aber selbst das erste oder _unmittelbare_ Urtheil der Nothwendigkeit; daher die Bestimmtheit des Subjekts, wodurch es gegen die Gattung oder Art ein Besonderes oder Einzelnes ist, insofern der Unmittelbarkeit äußerlicher Existenz angehört.--Die objektive Allgemeinheit aber hat ebenso hier nur erst ihre _unmittelbare_ Partikularisation; einer Seits ist sie darum selbst eine bestimmte, gegen welche es höhere Gattungen giebt;--anderer Seits ist sie nicht gerade die _nächste_, d. h. deren Bestimmtheit nicht gerade das Princip der specifischen Besonderheit des Subjekts ist. Was aber daran _nothwendig_ ist, ist die _substantielle Identität_ des Subjekts und Prädikates, gegen welche das Eigene, wodurch sich jenes von diesem unterscheidet, nur als ein unwesentliches Gesetztseyn, --oder auch nur ein Namen ist; das Subjekt ist in seinem Prädikate in sein An- und Fürsichseyn reflektirt.--Ein solches Prädikat sollte mit den Prädikaten der bisherigen Urtheile nicht zusammengestellt werden; wenn z.B. die Urtheile:

die Rose ist roth,

die Rose ist eine Pflanze,

oder: dieser Ring ist gelb,

er ist Gold,

in Eine Klasse zusammengeworfen, und eine so äußerliche Eigenschaft, wie die Farbe einer Blume als ein gleiches Prädikat mit ihrer vegetabilischen Natur genommen wird, so wird ein Unterschied übersehen, der dem gemeinsten Auffassen auffallen muß.--Das kategorische Urtheil ist daher bestimmt von dem positiven und negativen Urtheile zu unterscheiden; in diesen ist das, was vom Subjekt ausgesagt wird, ein _einzelner zufälliger_ Inhalt, in jenem ist er die Totalität der in sich reflektirten Form. Die Kopula hat daher in ihm die Bedeutung der _Nothwendigkeit_, in jenen nur des abstrakten, unmittelbaren _Seyns_.

Die _Bestimmtheit_ des Subjekts, wodurch es ein _Besonderes_ gegen das Prädikat ist, ist zunächst noch ein _Zufälliges_; Subjekt und Prädikat sind nicht durch die _Form_ oder _Bestimmtheit_ als nothwendige bezogen; die Nothwendigkeit ist daher noch als _innere_. --Das Subjekt aber ist Subjekt nur als _Besonderes_, und insofern es objektive Allgemeinheit hat, soll es sie wesentlich nach jener erst unmittelbaren Bestimmtheit haben. Das Objektiv-Allgemeine, indem es sich _bestimmt_, d. i. sich ins Urtheil setzt, ist wesentlich in identischer Beziehung mit dieser aus ihm abgestoßenen _Bestimmtheit_ als solcher, d. i. sie ist wesentlich, nicht als bloß Zufälliges zu setzen. Das kategorische Urtheil entspricht erst durch diese _Nothwendigkeit_ seines unmittelbaren Seyns seiner objektiven Allgemeinheit, und ist auf diese Weise in das _hypothetische Urtheil_ übergegangen.

b. Das hypothetische Urtheil.

_Wenn A ist, so ist B_; oder _das Seyn des A ist nicht sein eigenes Seyn, sondern das Seyn eines Andern, des B_.--Was in diesem Urtheil gesetzt ist, ist der _nothwendige Zusammenhang_ von unmittelbaren Bestimmtheiten, welcher im kategorischen Urtheile noch nicht gesetzt ist.--Es sind hier _zwei_ unmittelbare Existenzen, oder äußerlich zufällige, deren im kategorischen Urtheile zunächst nur eine, das Subjekt, ist; indem aber das eine äußerlich gegen das andere ist, so ist unmittelbar dieß andere auch äußerlich gegen das erste.--Nach dieser Unmittelbarkeit ist der _Inhalt_ beider Seiten noch ein gleichgültiger gegen einander; dieß Urtheil ist daher zunächst ein Satz der leeren Form. Nun ist die Unmittelbarkeit _erstlich_ zwar als solche ein selbstständiges, konkretes _Seyn_; aber _zweitens_ ist die Beziehung desselben das wesentliche; jenes Seyn ist daher ebenso sehr als bloße _Möglichkeit_; das hypothetische Urtheil enthält nicht, _daß A ist_, oder daß B _ist_, sondern nur _wenn_ eines ist, so ist das andere; nur der Zusammenhang der Extreme ist gesetzt als seyend, nicht sie selbst. Vielmehr ist in dieser Nothwendigkeit jedes gesetzt, als ebenso sehr das _Seyn eines Andern_.--Der Satz der Identität sagt aus: A ist nur A, nicht B; und B ist nur B, nicht A; im hypothetischen Urtheil ist dagegen das Seyn der endlichen Dinge nach ihrer formellen Wahrheit durch den Begriff gesetzt, daß nämlich das Endliche sein eigenes Seyn, aber ebenso sehr nicht das _seinige_, sondern das Seyn eines Andern ist. In der Sphäre des Seyns _verändert_ sich das Endliche, es wird zu einem Andern; in der Sphäre des Wesens ist es _Erscheinung_ und gesetzt, daß sein Seyn darin besteht, daß ein Anderes an ihm _scheint_, und die _Nothwendigkeit_ ist die _innere_, noch nicht als solche gesetzte, Beziehung. Der Begriff aber ist dieß, daß diese Identität _gesetzt_ ist, und daß das Seyende nicht die abstrakte Identität mit sich, sondern die _konkrete_ ist, und unmittelbar an ihm selbst das Seyn eines Andern.

Das hypothetische Urtheil kann durch die Reflexions-Verhältnisse in näherer Bestimmtheit genommen werden, als Verhältniß von _Grund_ und _Folge, Bedingung_ und _Bedingtem, Kausalität_ u. s. f. Wie im kategorischen Urtheile die Substantialität, so ist im hypothetischen der Zusammenhang der Kausalität in seiner Begriffsform. Dieses und die andern Verhältnisse stehen sämmtlich unter ihm, sind aber hier nicht mehr als Verhältnisse von _selbstständigen Seiten_, sondern diese sind wesentlich nur als Momente Einer und derselben Identität. --Jedoch sind sie in ihm noch nicht nach den Begriffsbestimmungen als Einzelnes oder Besonderes und Allgemeines entgegengesetzt, sondern


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