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- WEST-OESTLICHER DIVAN - 1/25 -


West-oestlicher Divan Johann Wolfgang Goethe

Inhalt:

Buch des Saengers Buch Hafis Buch der Liebe Buch der Betrachtungen Buch des Unmuts Buch der Sprueche Buch des Timur Buch Suleika Das Schenkenbuch Buch der Parabeln Buch des Parsen Buch des Paradieses

Buch des Saengers

Moganni Nameh: Buch des Saengers

Zwanzig Jahre liess ich gehn Und genoss, was mir beschieden; Eine Reihe voellig schoen Wie die Zeit der Barmekiden.

Hegire

Nord und West und Sued zersplittern, Throne bersten, Reiche zittern: Fluechte du, im reinen Osten Patriarchenluft zu kosten, Unter Lieben, Trinken, Singen Soll dich Chisers Quell verjuengen.

Dort im Reinen und im Rechten Will ich menschlichen Geschlechten In des Ursprungs Tiefe dringen, Wo sie noch von Gott empfingen Himmelslehr' in Erdesprachen Und sich nicht den Kopf zerbrachen.

Wo sie Vaeter hoch verehrten, Jeden fremden Dienst verwehrten; Will mich freun der Jugendschranke: Glaube weit, eng der Gedanke, Wie das Wort so wichtig dort war, Weil es ein gesprochen Wort war.

Will mich unter Hirten mischen, An Oasen mich erfrischen, Wenn mit Karawanen wandle, Shawl, Kaffee und Moschus handle; Jeden Pfad will ich betreten Von der Wueste zu den Staedten.

Boesen Felsweg auf und nieder Troesten, Hafis, deine Lieder, Wenn der Fuehrer mit Entzuecken Von des Maultiers hohem Ruecken Singt, die Sterne zu erwecken Und die Raeuber zu erschrecken.

Will in Baedern und in Schenken, Heilger Hafis, dein gedenken, Wenn den Schleier Liebchen lueftet, Schuettelnd Ambralocken dueftet. Ja, des Dichters Liebesfluestern Mache selbst die Huris luestern.

Wolltet ihr ihm dies beneiden Oder etwa gar verleiden, Wisset nur, dass Dichterworte Um des Paradieses Pforte Immer leise klopfend schweben, Sich erbittend ewges Leben.

Segenspfaender

Talisman in Karneol, Glaeubgen bringt er Glueck und Wohl; Steht er gar auf Onyx' Grunde, Kuess ihn, mit geweihtem Munde! Alles uebel treibt er fort, Schuetzet dich und schuetzt den Ort: Wenn das eingegrabne Wort Allahs Namen rein verkuendet, Dich zu Lieb und Tat entzuendet. Und besonders werden Frauen Sich am Talisman erbauen.

Amulette sind dergleichen Auf Papier geschriebne Zeichen; Doch man ist nicht im Gedraenge Wie auf edlen Steines Enge Und vergoennt ist frommen Seelen, Laengre Verse hier zu waehlen. Maenner haengen die Papiere Glaeubig um als Skapuliere.

Die Inschrift aber hat nichts hinter sich, Sie ist sie selbst und muss dir alles sagen, Was hintendrein mit redlichem Behagen Du gerne sagst: Ich sag' es! Ich!

Doch Abraxas bring ich selten! Hier soll meist das Fratzenhafte, Das ein duestrer Wahnsinn schaffte, Fuer das Allerhoechste gelten. Sag' ich euch absurde Dinge, Denkt, dass ich Abraxas bringe.

Ein Siegelring ist schwer zu zeichnen; Den hoechsten Sinn im engsten Raum; Doch weisst du hier ein Echtes anzueignen, Gegraben steht das Wort, du denkst es kaum.

Freisinn

Lasst mich nur auf meinem Sattel gelten! Bleibt in euren Huetten, euren Zelten! Und ich reite froh in alle Ferne, ueber meiner Muetze nur die Sterne.

Er hat euch die Gestirne gesetzt Als Leiter zu Land und See, Damit ihr euch daran ergetzt, Stets blickend in die Hoeh'.

Talismane

Gottes ist der Orient! Gottes ist der Occident! Nord- und suedliches Gelaende Ruht im Frieden seiner Haende!

Er, der einzige Gerechte, Will fuer jedermann das Rechte. Sei von seinen hundert Namen Dieser hochgelobet! Amen.

Mich verwirren will das Irren, Doch du weisst mich zu entwirren. Wenn ich handle, wenn ich dichte, Gib du meinem Weg die Richte!

Ob ich Ird'sches denk' und sinne, Das gereicht zu hoeherem Gewinne. Mit dem Staube nicht der Geist zerstoben, Dringet, in sich selbst gedraengt, nach oben.

Im Atemholen sind zweierlei Gnaden: Die Luft einziehn, sich ihrer entladen. Jenes bedraengt, dieses erfrischt; So wunderbar ist das Leben gemischt. Du danke Gott, wenn er dich presst, Und dank ihm, wenn er dich wieder entlaesst!

Vier Gnaden

Dass Araber an ihrem Teil Die Weite froh durchziehen, Hat Allah zu gemeinem Heil Der Gnaden vier verliehen.

Den Turban erst, der besser schmueckt Als alle Kaiserkronen; Ein Zelt, dass man vom Orte rueckt, Um ueberall zu wohnen;

Ein Schwert, das tuechtiger beschuetzt Als Fels und hohe Mauern; Ein Liedchen, das gefaellt und nuetzt, Worauf die Maedchen lauern.

Und Blumen sing ich ungestoert


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