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- WEST-OESTLICHER DIVAN - 10/25 -


Brauchte dem gewandten Tischer Winkelmass nicht einzuschaerfen.

Aber ihr wollt besser wissen, Was ich weiss, der ich bedachte, Was Natur, fuer mich beflissen, Schon zu meinem Eigen machte.

Fuehlt ihr euch dergleichen Staerke? Nun, so foerdert eure Sachen! Seht ihr aber meine Werke, Lernet erst: so wollt er's machen!

Wanderers Gemuetsruhe

uebers Niedertraechtige Niemand sich beklage! Denn es ist das Maechtige, Was man dir auch sage.

In dem Schlechten waltet es Sich zu Hochgewinne, Und mit Rechtem schaltet es Ganz nach seinem Sinne.

Wandrer!--Gegen solche Not Wolltest du dich straeuben? Wirbelwind und trocknen Kot, Lass sie drehn und staeuben!

Wer wird von der Welt verlangen

Wer wird von der Welt verlangen, Was sie selbst vermisst und traeumet, Rueckwaerts oder seitwaerts blickend, Stets den Tag des Tags versaeumt? Ihr Bemuehn, ihr guter Wille Hinkt nur nach dem raschen Leben, Und was du vor Jahren brauchtest, Moechte sie dir heute geben.

Sich selbst zu loben, ist ein Fehler

Sich selbst zu loben, ist ein Fehler, Doch jeder tut's, der etwas Gutes tut; Und ist er dann in Worten kein Verhehler, Das Gute bleibt doch immer gut.

Lasst doch, ihr Narren, doch die Freude Dem Weisen, der sich weise haelt, Dass er, ein Narr wie ihr, vergeude Den abgeschmackten Dank der Welt.

Glaubst du denn: von Mund zu Ohr

Glaubst du denn: von Mund zu Ohr Sei ein redlicher Gewinnst? ueberliefrung, o du Tor, Ist auch wohl ein Hirngespinst.

Nun geht erst das Urteil an: Dich vermag aus Glaubensketten Der Verstand allein zu retten, Dem du schon Verzicht getan.

Und wer franzet oder britet

Und wer franzet oder britet, Italienert oder teutschet, Einer will nur wie der andre, Was die Eigenliebe heischet.

Denn es ist kein Anerkennen, Weder vieler, noch des einen, Wenn es nicht am Tage foerdert, Wo man selbst was moechte scheinen.

Morgen habe denn das Rechte Seine Freunde wohlgesinnet, Wenn nur heute noch das Schlechte Vollen Platz und Gunst gewinnet.

Wer nicht von dreitausend Jahren Sich weiss Rechenschaft zu geben, Bleib im Dunkeln unerfahren, Mag von Tag zu Tage leben.

Sonst, wenn man den heiligen Koran zitierte

Sonst, wenn man den heiligen Koran zitierte, Nannte man die Sure, den Vers dazu, Und jeder Moslim, wie sich's gebuehrte, Fuehlte sein Gewissen in Respekt und Ruh.

Die neuen Derwische wissen's nicht besser, Sie schwatzen das Alte, das Neue dazu; Die Verwirrung wird taeglich groesser, O heiliger Koran! O ewige Ruh'!

Der Prophet spricht

aergerts jemand, dass es Gott gefallen, Mahomet zu goennen Schutz und Glueck, An den staerksten Balken seiner Hallen, Da befestig' er den derben Strick, Knuepfe sich daran! Das haelt und traegt. Er wird fuehlen, dass sein Zorn sich legt.

Timur spricht

Was? Ihr missbilliget den kraeftgen Sturm Des uebermuts, verlogne Pfaffen? Haett Allah mich bestimmt zum Wurm, So haett' er mich als Wurm geschaffen.

Buch der Sprueche

Hikmet Nameh: Buch der Sprueche

Talismane werd ich in dem Buch zerstreuen; Das bewirkt ein Gleichgewicht. Wer mit glaeubger Nadel sticht, ueberall soll gutes Wort ihn freuen,.

Vom heutgen Tag, von heutger Nacht Verlange nichts, Als was die gestrigen gebracht.

Wer geboren in boes'sten Tagen, Dem werden selbst die boesen behagen.

Wie etwas sei leicht, Weiss, der es erfunden und der es erreicht.

Das Meer flutet immer, Das Land behaelt es nimmer.

Was wird mir jede Stunde so bang?-- Das Leben ist kurz, der Tag ist lang. Und immer sehnt sich fort das Herz, Ich weiss nicht recht, ob himmelwaerts; Fort aber will es hin und hin, Und moechte vor sich selber fliehn. Und fliegt es an der Liebsten Brust, Da ruht's im Himmel unbewusst. Des Lebens Strudel reisst es fort, Und immer haengt's an einem Ort, Was es gewollt, was es verlor, Es bleibt zuletzt sein eigner Tor.

Prueft das Geschick dich, weiss es wohl warum: Es wuenschte dich enthaltsam! Folge stumm!

Noch ist es Tag; da ruehre sich der Mann! Die Nacht tritt ein, wo niemand wirken kann.

Was machst du an der Welt? Sie ist schon gemacht. Der Herr der Schoepfung hat alles bedacht, Dein Los ist gefallen, verfolge die Weise, Der Weg ist begonnen, vollende die Reise. Denn Sorgen und Kummer veraendern es nicht, Sie schleudern dich ewig aus gleichem Gewicht.

Wenn der Schwergedrueckte klagt, Hilfe, Hoffnung sei versagt, Bleibet heilsam fort und fort Immer noch ein freundlich Wort.

"Wie ungeschickt habt ihr euch benommen, Da euch das Glueck ins Haus gekommen!" Das Maedchen hat's nicht uebel genommen Und ist noch ein paarmal wieder gekommen.

Mein Erbteil wie herrlich, weit und breit! Die Zeit ist mein Besitz, mein Acker ist die Zeit.


WEST-OESTLICHER DIVAN - 10/25

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